Was bleibt vom außergewöhnlichen Lawinenwinter 2025/26? Die Österreichische Gesellschaft für Schnee und Lawinen (ÖGSL) hat Stimmen aus der Praxis eingefangen – und nach den Erkenntnissen aus einer schwierigen Saison gefragt.
Das SLF hat sein Lawinentestgelände im Vallée de la Sionne umfassend modernisiert. Das neue Datenerfassungssystem liefert selbst unter extremen Bedingungen präzise Messdaten und zeichnete im ersten Winter bereits mehr als 60 Lawinen auf. Die Ergebnisse sollen die Lawinenforschung weiter voranbringen.
In Engelberg herrschen an diesem Morgen perfekte Powder-Bedingungen – Lawinenstufe 3 und unberührte Hänge. Für Freeriderin Sanne Mona ist der Hang oberhalb des Jochstocks jedoch mehr als eine Line: Es ist der Ort ihrer Verschüttung – und der Ausgangspunkt eines langen Wegs zurück zu Risikoakzeptanz, Wissen und mentaler Stärke.
Der kanadische IVBV-Bergführer Ken Wylie geriet 2003 in einen der verheerendsten Lawinenabgänge Kanadas. Sieben Menschen starben, er überlebte. In dieser Fortsetzung (Teil 1 in bergundsteigen #133) stellen wir Wylies ganzheitlichen Ansatz, das Human Hazard Model vor: ein Modell, das menschliche Fallstricke in der Entscheidungsfindung sichtbar macht und ein neues Bewusstsein im Umgang mit Risiken schaffen kann.
Die Vorhersage von nassen Lawinen stellt für die Lawinenwarndienste immer noch eine große Herausforderung dar – aus einem einfachen Grund: man weiß vieles noch nicht. Einige Dinge sind dennoch sehr klar. Wir wollen dem Problem auf den Zahn fühlen: Warum tritt das Nassschneeproblem in mehreren Zyklen immer wieder verstärkt in den Vordergrund? Und wovon hängt es ab, wie ausgeprägt diese Zyklen sind? Wodurch werden sie ausgelöst? Diesen Fragen versuchen wir hier auf den Grund zu gehen.